Auferstehungspflanzen

Pflanzen sind in hohem Mass abhängig von Wasser. Ihr Wachstum und ihre geographische Verbreitung werden stark vom verfügbaren Wasser beeinflusst. Einige Pflanzen haben bewundernswerte Strategien entwickelt, um längere Trockenperioden unbeschadet zu überstehen. Eine dieser Strategien gab den Auferstehungs- oder Resurrectionpflanzen ihren besonderen Namen. Sie trocknen mit ihrer Umgebung aus und verharren oft monatelang in einer Trockenstarre. Was sich so einfach liest, verlangt sehr komplexe Veränderungen in den Zellen. Beim Austrocknen werden unter anderem spezielle Schutzsubstanzen gebildet, um die Zellbestandteile in geordneter Form in die Trockenstarre zu bringen. Seit kurzer Zeit werden diese Inhaltstoffe wissenschaftlich untersucht.

Mit dem ersten Regen und selbst nach langer Trockenzeit können die Pflanzen schnell wieder aktiv werden. Bei einigen Arten ergrünen die ausgetrockneten Blätter schon nach wenigen Stunden. Diese überraschenden Veränderungen findet sich in Namen wie «Wunderbusch» wieder.

Erstaunlicherweise gibt es diese Anpassungen bei den Gefässpflanzen in ganz unterschiedlichen Pflanzenfamilien. Das weist auf eine parallele Entwicklung hin. So unterschiedlich diese Pflanzen von Ihrer Gestalt her auch sind: Sie alle sind hochspezialisierte Überlebenskünstler, welche an extremen Standorten wachsen.

Myrothamnus flabellifolia in Trockenstarre

Der Standort von M. flabellifolia ist für kurze Zeit überflutet.
Myrothamnus flabellifolia in Blüte

Xerophyta retinervis in Trockenstarre

X. retinervis ergrünt
X. retinervis mit überschwänglicher Blütenpracht

Craterostigma wilmsii während der Eintrocknungsphase

C. wilmsii ergrünt nach kurzem Regen
C. wilmsii mit zarten Blüten